/// Podcast

Von der Traufe in den Regen_ Regenerative Ansätze in der Architektur

„Vom Regen in die Traufe“ – was im Volksmund als Rückschritt gilt, nehmen wir zum Anlass für einen Perspektivwechsel.
Denn: Vielleicht ist der Regen gar kein Unglück. Vielleicht ist er das, was fehlt. In unserem Podcast stellen wir Fragen, die uns als Architekt*innen nicht beigebracht wurden:
Was, wenn Architektur nicht gegen die Natur arbeitet, sondern mit ihr? Was, wenn wir nicht nur planen für Menschen, sondern als Natur?

In der Natur gibt es kein schlechtes Wetter. Aber es gibt eine Baukultur, die Natur eher fürchtet als versteht. Sie schützt, grenzt ab – und feiert sich selbst. Doch was dabei fehlt, ist Diversität. Verbindung. Regeneration. Bevor wir gestalten, müssen wir verstehen: Wie denken wir? Was übersehen wir? Und wem nützt das überhaupt? Gemeinsam mit Expert*innen begeben wir uns auf die Suche nach den Prinzipien regenerativen Designs. Nach anderen Perspektiven. Und vielleicht – nach einer neuen Sprache des Bauens.

#2 Architektur für das Gemeinwohl

Berhard Kurz

Shownotes

Bernhard Kurz – Architektur für das Gemeinwohl 

 

In dieser Folge sprechen wir mit Bernhard Kurz, Mitbegründer des IFUB* Institut für u. Baukunst in München. Das Büro steht für eine Architektur, die sich am Gemeinwohl, an Suffizienz und regenerativem Bauen orientiert – und sich damit bewusst gegen die klassischen Erfolgskriterien der Baubranche stellt. 

 

Bernhard erzählt, warum das „U“ in IFUB* für vieles stehen kann – unkonventionell, umweltbewusst, urban – und wie er und sein Team Architektur neu denken: kürzere Vollzeitmodelle, keine Überstunden, keine Flüge, echte Partizipation und Verantwortung statt Kapitalmaximierung. 

 

Wir sprechen darüber, was Gemeinwohlökonomie im Architekturbüro bedeutet, wie sie Entwurfsprozesse verändert, warum Suffizienz nicht Verzicht, sondern Qualität bedeutet und welche Rolle Architektur bei der Gestaltung einer postkapitalistischen Gesellschaft spielen kann. 

 

www.ifub.de 

www.ifub.de/handbuch - unser Handbuch des gemeinwohlorientierten Bauens 

https://kdrive.infomaniak.com/app/share/1505705/2eeb9438-c9bc-4d8f-a497-16bf6a61ead3 - unsere Gemeinwohlbilanz 

www.econgood.org - Gemeinwohlökonomie international 

https://germany.econgood.org/ - Gemeinwohlökonomie Deutschland 

https://www.architects4future.de/  – Architects for Future  

https://klimawendeplanen.de/klimawende:planen  

 

Buchtips zum Thema: 

  

„Im Grunde gut“ und „Utopien für Realisten“ von Rutger Bregman  

„Donut Ökonomie“ von Kate Raworth  

„All you need is less“ von Niko Paech  

„Unsere Welt neu denken“ von Maja Göpel  

„Gemeinwohlökonomie“ von Christian Felber  

„Kapitalismus vs. Klima“ von Naomi Klein  

„Echter Wohlstand“ von Vivian Dittmar  

„Wohlstand ohne Wachstum“ von Tim Jackson  

„Bullshitjobs“ von David Graeber  

„Das Ende des Kapitalismus“ von Ulrike Herrmann  

„Verbietet das Bauen“ und „Der unsichtbare Wohnraum“ von Daniel Fuhrhop  

„Weder Hütten noch Paläste“ von Günther Möwes  

„Wir konnten auch anders“ von Annette Kehnel  

„Wie wird Weniger genug? – Suffizienz als Strategie für eine nachhaltige Stadtentwicklung“ von Maike Böcker, Henning Brüggemann, Michaela Christ  

„Vom Ende des Gemeinwohls“von Michael Sandel  

„Drawdown – Der Plan“ von Paul Hawken  

„Kapitalismus am Limit“ von Ulrich Brand und Markus Wissen  

„Progress and poverty“ von Henry George  

„Systemsturz“ von Kohei Saito  

„Das Ende der Erschöpfung“ von Katharina Mau  

#1 Unlearning als Schlüssel für Veränderung

Elena Spatz

Shownotes

 

Elena Spatz – Unlearning als Schlüssel für Veränderung 

In dieser Folge sprechen wir mit Elena Spatz über das Konzept des „Unlearning“ – die bewusste Auseinandersetzung mit erlernten Mustern, die unser Denken, Planen und Handeln prägen. 

Elena ist Mitbegründerin des studentischen „Chair of Unlearning“ an der TU München und bringt spannende Perspektiven auf die Rolle von Unlearning in Architektur, Stadtplanung und gesellschaftlichem Wandel ein. Gemeinsam diskutieren wir, warum es manchmal wichtiger ist, Dinge zu verlernen als neue Dinge zu lernen und welche Rolle Themen wie Regeneration, Zirkularität und der kritische Umgang mit Wachstumsdogmen dabei spielen. 

Wir sprechen auch darüber, wie Unlearning Veränderungsprozesse unterstützt, wie koloniale und effizienzgetriebene Denkmuster hinterfragt werden können – und warum Unlearning eine wichtige Metakompetenz für die Zukunft ist. 

https://www.chairofunlearning.com 

https://www.instagram.com/chairofunlearning/ 

 

# Trailer Von der Traufe in den Regen

Julia Hinderink